Shared Service Center: Versteckte Kosten erkennen und Potenziale nutzen
Shared Service Center (SSC) sollen HR-Kosten senken – in der Praxis steigen sie jedoch oft. Hauptursachen sind unterschätzte Onboarding- und Trainingskosten, lange Einarbeitungszeiten sowie hohe Fluktuation, die zusätzliche Aufwände und Wissensverluste verursacht.
Auch strukturelle Probleme treiben die Kosten: Unzureichend akzeptierte Services führen zu Parallelanfragen und ineffizienten Doppelstrukturen. Gleichzeitig werden häufig bestehende, wenig wertschöpfende Prozesse unverändert übernommen („Lift-and-Shift“), statt sie zu hinterfragen und zu optimieren.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt daher nicht in der Zentralisierung selbst, sondern in der konsequenten Prozessoptimierung. Durch Vereinfachung, Standardisierung und Automatisierung lassen sich Transaktionen deutlich reduzieren und Effizienzgewinne realisieren. Moderne Ansätze setzen zudem auf proaktive Services und Self-Service-Lösungen.
Fazit: SSC sind kein Selbstzweck. Erst durch klare Fokussierung auf Wertschöpfung, Technologieeinsatz und schlanke Prozesse entsteht eine nachhaltige und wirklich effiziente HR-Organisation.
In meinem Beitrag in der Personalwirtschaft habe ich hierzu einige Daten zusammmengestellt, die das „One-Trick-Pony“ der Labour cost arbitrage genauer beleuchten.